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Tag der Hülsenfrüchte – ein Grund zu feiern

Seit 2018 gibt es auf Beschluss der Vereinten Nationen an jedem 10. Februar eines Jahres den Tag der Hülsenfrüchte – eine gute Idee, finde ich! Zwar stehen Bohnen, Erbsen und Linsen für viele Verbraucher in Deutschland immer noch für deftige Eintöpfen aus früheren Zeiten, in denen Fleisch nicht verfügbar oder zu teuer war. Doch dieses Image ist im Wandel, denn Hülsenfrüchte haben nicht nur Fitmacherqualitäten sondern auch umwelt- und klimaschonende Bedeutung für Menschen rund um den Globus.

 

Das neue Superfood

 

Hülsenfrüchte, auch Leguminosen genannt, sind die pflanzlichen Lebensmittel mit dem höchsten Eiweißgehalt und damit eine echte Alternative für tierische Produkte wie Fleisch, Fisch und Eier. Besonders gut ist ihr Eiweißwert, wenn sie mit Reis, Nudeln, Brot oder Mais kombiniert werden. Gleichzeitig liefern Linsen & Co. B-Vitamine, wichtige Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Zink und Eisen und Ballaststoffe.

Für Figurbewusste sind Leguminosen ideal, denn sie sind durch einen geringen Fettanteil kalorienarm und sättigen durch den hohen Ballaststoffgehalt. Da Leguminosen kein Cholesterin enthalten und dieses sogar aus anderen Nahrungsmitteln zur Ausscheidung bringen, beugen sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Auch Diabetiker können ihren Blutzuckerspiegel durch den regelmäßigen Verzehr von Hülsenfrüchten verbessern.

 

Lecker und bekömmlich

 

Es muss nicht immer Eintopf sein – schließlich gibt es mehr als 18.000 verschiedene Arten von Leguminosen, die Abwechslung auf den Tisch bringen. Sie schmecken lecker als Salat, Aufstrich, im Auflauf, als fleischlose Bolognese oder Chili sin Carne. Die meisten Gerichte sind schnell zubereitet und wer die Einweichzeit sparen möchte, greift zu Konserven. Hülsenfrüchte aus der Dose sind oft schonender gegart als die vom eigenen Herd. Allerdings sollten möglichst Konserven ohne weitere Zusätze verwendet werden.

 

Wer sich vor Verdauungsproblemen fürchtet, sollte eher kleinere oder geschälte Sorten verzehren,  auf ausreichende Einweichzeiten achten und das Einweichwasser weggießen. Auch die richtigen Gewürze helfen dem Darm und bringen viel Geschmack wie z.B. Bohnenkraut, Fenchelsamen, Majoran, Rosmarin, Kümmel, Anis und Ingwer. Manchen hilft es, die Hülsenfrüchte zu pürieren und ihre Verdauungsorgane langsam mit kleinen Portionen an verschiedene Sorten zu gewöhnen.

 

Gut für die Umwelt

 

Hülsenfrüchte gedeihen fast überall auf der Welt und könnten daher bei einer Steigerung des Anbaus zur Verbesserung der Welternährungslage beitragen. Aber auch für den  Klimaschutz sind Leguminosen wichtig, da ihre Erzeugung weniger Ressourcen verbraucht als eiweißreiche tierische Produkte. Sie verbessern während ihres Wachstums sogar die Bodenqualität , da sie den Stickstoff aus der Luft in die Erde einbringen. Als sogenannte Schmetterlingsblütler bereichern Hülsenfrüchte die Artenvielfalt, weil sie insbesondere Schmetterlingen Nahrung bieten.

 

Tipp: Es lohnt sich  den Tag der Hülsenfrüchte zu feiern – mit meiner leckeren Möhren-Linsen-Creme !!!